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Ostbrandenburg - Die Region

Das Land Brandenburg bildet seit 03.10.1990, dem Datum der Wiedervereinigung Deutschlands, zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie Berlin-Ost Ostdeutschland. Seine geografische Lage kann der nachstehenden Abbildung 1 entnommen werden.

 

 

Abbildung 1: Lage des Bundeslandes Brandenburg in Deutschland

 

Lage des Bundeslandes Brandenburg in Deutschland

 

Brandenburg ist ein Flächenland. Der offiziellen EU-Definition zum ländlichen Raum nach zu urteilen, gilt das gesamte Bundesland als ländlich geprägt: Da 2.586.435 Einwohner/-innen auf eine Fläche von 29.477 qkm leben, beträgt die Bevölkerungsdichte zurzeit 88 Einwohner/-innen pro qkm (2002).

 

Inmitten des Landes liegt die Bundeshauptstadt Berlin. Mit zunehmender Entfernung von Berlin gestalten sich die Regionen immer peripherer. Ein weiteres Merkmal seiner geopolitischen Lage besteht darin, dass die gesamte Ostgrenze Brandenburgs entlang des neuen EU-Mitgliedslandes Polen verläuft.

 

Eine ausführliche Analyse der demografischen und arbeitsmarktlichen Entwicklung im Land Brandenburg, die schließlich den bestehenden Handlungsbedarf auch für das Modellprojekt aufzeigt, ist dem Artikel „Land Brandenburg - Aktuelle Situation und Trends der demografischen Entwicklung“ von Alexander Kühl und Monika Putzing zu entnehmen, der im Downloadbereich zur Verfügung steht.

 

Smart Region Ostbrandenburg

Als kleinräumige Modellregion innerhalb Brandenburgs wurde Ostbrandenburg ausgewählt. Dazu gehören die in der nachfolgenden Abbildung 2 ausgewiesenen Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder). Diese Kreise sind identisch mit dem Kammerbezirk der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder)

 

Abbildung 2: Raumordnungsgliederung des Landes Brandenburg in Landkreise / kreisfreie Städte

 

Warum fiel im Land Brandenburg die Wahl gerade auf diese Region?

 

(1) Ostbrandenburg vereint in sich jene Widersprüchlichkeit in der demografischen Entwicklung wie sie für das Land Brandenburg insgesamt gilt: Es sind ausgeprägte regionale Disparitäten nicht nur in der Region insgesamt, sondern auch innerhalb der einzelnen Landkreise zu beobachten. Die Regionen um die Bundeshauptstadt Berlin herum nehmen sowohl unter demografischen als auch wirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen Gesichtspunkten eine relativ positive Entwicklung. Jene Regionen aber, die außerhalb dieses sogenannten „Speckgürtels“ liegen, stehen bereits heute vor existenziellen Problemen.

 

(2) Die wirtschaftliche und arbeitsmarktliche Situation gestaltet sich ebenfalls sehr differenziert. Die aktuelle Arbeitslosenquote schwankt derzeit zwischen gut 16 Prozent und über 27 Prozent (September 2005). Damit bestehen in dieser Region gute Möglichkeiten, den Zusammenhang zwischen demografischer Entwicklung einerseits sowie der Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation, einschließlich der Konsequenzen für die Umsetzung von Frühverrentungsstrategien seitens der Arbeitgeber wie auch der Arbeitnehmer, andererseits systematisch zu untersuchen.

 

(3) Eine Besonderheit Ostbrandenburgs ist mit seiner „Randlage“ und den damit verbundenen bekannten Problemen gegeben. Mit der EU-Osterweiterung, vor allem dem Beitritt Polens zur Europäischen Union, haben sich neue Konstellationen ergeben: Ostbrandenburg befindet sich nicht mehr am Rande der EU, sondern mittendrin. Inwieweit das neue Chancen oder neue Risiken für die Entwicklung, einschließlich der Bewältigung des demografischen Wandels, mit sich bringt, bleibt allerdings abzuwarten, stellt aber eine sehr spannende Frage dar, der im Rahmen des Modellprojektes nachzugehen ist.

Die genannten Aspekte machen folgendes deutlich: In dieser Region sind regionalspezifische Bewältigungsstrategien gefragt – ein für Brandenburg insgesamt noch weitgehend ungelöstes Problem. Smart Region Ostbrandenburg stellt sich der komplizierten Herausforderung, dazu einen Beitrag zu leisten.

 

(4) Schließlich fiel bei der Auswahl dieser Region ins Gewicht, dass hier am Modellvorhaben interessierte Partner/-innen gefunden werden konnten. Es besteht bereits heute eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer / IHK Frankfurt (Oder), insbesondere mit deren Tochtergesellschaft IHK-Projektgesellschaft Frankfurt (Oder).

 

Konkrete Angaben, Daten und Einschätzungen zur Modellregion können den Rubriken „Veranstaltungen“ und „Service & Downloads“ entnommen werden.