Ostbrandenburg - Aktivitäten
Im Modellprojekt werden drei Strategieansätze verfolgt:
- Strategieansatz: Sensibilisierung der regionalen Akteure zur demografie-Problematik
- Strategieansatz: In der Region vorzufindende Ansätze durch Unterstützung bei der Umsetzung und Transfer stärken
- Strategieansatz: Mitinitiierung neuer strategischer Überlegungen, wie in der Region mit der Alterung umgegangen werden kann
Bei der bisherigen Umsetzung des Modells wurde die Sensibilisierung der Region zu den Problemen und Prozessen des demografischen Wandels in den Mittelpunkt gestellt. Vor dem Hintergrund der bestehenden wirtschaftsstrukturellen und damit der arbeitsmarktlichen Problemlagen erweist sich die Sensibilisierung des Akteursspek¬trums in der Region als die entscheidende Ausgangsbedingung, um das Projektthema in der Region verorten und darauf aufbauend perspektivisch weitere konkrete Maßnahmen initiieren zu können. Insofern ist Sensibilisierung als erster unverzichtbarer Schritt und ein ganz zentraler Aspekt der Umsetzung von Smart Region zu definieren.
Zum aktuellen Stand der Arbeiten in der Region Ostbrandenburg:
Das erste Halbjahr 2006 war in der Region durch intensive vor-Ort-Recherchen gekennzeichnet.
- Eine schriftliche Befragung von rund 120 Betrieben konnte Mitte Mai 2006 abgeschlossen werden. Alle Fragebogen sind rechentechnisch erfasst, sodass nunmehr die Auswertung vorgenommen werden kann.
- Es wurden rund 30 Betriebe persönlich aufgesucht. Im Rahmen ausführlicher leitfadengestützter Interviews sowohl in größeren mittelständischen Unternehmen, aber vor allem in Klein- und Kleinstbetrieben wurde erfasst, inwieweit und in welchen Formen hier alters- und alternsgerecht gearbeitet wird.
- In enger Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit Frankfurt (Oder) und Eberswalde wurden mit MitarbeiterInnen des Service für Arbeitgeber in 9 Geschäftsstellen ExpertInnengespräche durchgeführt. Gegenstand der Gespräche war das Einstellungsverhalten der regionalen Unternehmen gegenüber älteren BeweberInnen.
Am 14.06.2006 findet in Frankfurt (Oder) das dritte Treffen des regionalen Kompetenzteams statt. Dieser Arbeitskreis hat sich am 01.09.2005 konstituiert. Mitglieder sind regionale MultiplikatorInnen, die mit der Thematik des alters- und alternsgerechten Arbeitens direkt konfrontiert sind und maßgeblich an deren Gestaltung und Umsetzung mitwirken. Während der Arbeitstreffen werden der aktuelle Stand der Umsetzung des Modellprojektes diskutiert und das weitere gemeinsame Vorgehen abgestimmt.
Auf der Tagesordnung der Beratung am 14.06.2006 stehen folgende Themen:
- Auswertung der schriftlichen Unternehmensbefragung
- Auswertung der persönlichen Recherchen in Betrieben der Region
- Auswertung der ExpertInnengespräche beim Service für Arbeitgeber
- Abstimmung/Festlegungen zum weiteren Vorgehen.
Ausblick zum weiteren Vorgehen:
Auf der Grundlage der bisherigen Recherchen und Erkenntnisse werden bis zum Herbst 2006
- betriebliche Fallstudien unter Beachtung von Best-Practice-Erfahrungen
- ein Leitfaden zur Sensibilisierung regionaler AkteurInnen sowie
- ein Toolset zu alters- und alternsgerechtem Arbeiten in Klein- und Kleinstbetrieben erarbeitet.
Am 25.10.2006 findet ab 10 Uhr in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder) in Frankfurt (Oder) der Abschluss-Workshop zur Umsetzung des Modellprojektes in Ost-brandenburg statt. Die Tagesordnung wird noch bekannt gegeben.