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Agenturbezirk Weilheim - Die Region

Der Arbeitsagenturbezirk Weilheim besteht aus den drei Landkreisen Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Zum 31.12.2003 betrug die Bevölkerungszahl in der Region 327.997 Personen, da-von entfielen 33,6 Prozent (110.303 Personen) auf Landsberg, 39,7 Prozent (130.253 Personen) auf Weilheim-Schongau und 26,7 Prozent (87.441 Personen) auf Garmisch-Partenkirchen.

 

Die Region zeichnet sich durch sehr unterschiedliche Entwicklungen hinsichtlich Demographie und Arbeitsmarkt innerhalb der Region aus. Dies ist zu einem großen Teil auf die Besonderheit der geographischen Lage zurückzuführen, die einerseits mit dem Kreis Landsberg teilweise zum Einzugsgebiet des Großraums Münchens gehört, andererseits mit dem Grenzlandkreis Garmisch-Partenkirchen eine Tourismusregion umfasst.

 

Demographische Entwicklung

Zwischen 1993 und 2004 nahm die Bevölkerungszahl in allen drei Landkreise zu, allerdings unterschiedlich stark: in Landsberg um 15 Prozent, in Weilheim-Schongau um 11 Prozent und in Garmisch-Partenkirchen um 5 Prozent. Zu dem starken Bevölkerungswachstum in Landsberg und Weilheim-Schongau trugen hohe positive Wanderungssaldi bei, die in erster Linie auf „Familienwanderung“ zurückzuführen sind (d.h. Zuwanderung von unter 18-Jährigen und 30- bis 50-Jährigen). Die – deutliche geringeren – Wanderungsgewinne im Landkreis Garmisch-Partenkirchen setzten sich im Zeitraum zwischen 1993 und 2004 vor allem aus Ausbildungswanderung (unter 25-Jährige) und Ruhestandswanderung (über 50- bzw. über 65-Jährige) zusammen.

 

Aller Voraussicht nach wird sich die unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung in den Kreisen zukünftig fortsetzen. Die mittlere Variante der regionalisierten 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung prognostiziert bis zum Jahr 2020 eine Zunahme von 10 Prozent im Landkreis Landsberg und von 6 Prozent im Kreis Weilheim-Schongau, für Garmisch-Partenkirchen ist dagegen mit +1% nur eine geringe Bevölkerungszunahme zu erwarten.

 

Gleichzeitig vollzieht sich eine deutliche Alterung der Bevölkerung. Während die Zahl der 55- bis 65-Jährigen bis etwa 2008 aufgrund des Eintritts zahlenmäßig schwacher Geburtsjahrgänge in diese Altersgruppe noch abnehmen wird, ist ab 2010 mit einer starken Zunahme der älteren Erwerbspersonen zu rechnen. In Landsberg steigt die Zahl der 55- bis unter 65-Jährigen bis 2020 um 35 Pro-zent, in Weilheim-Schongau um 27 Prozent. Im Garmisch-Partenkirchen ist ein geringerer Anstieg (+14 Prozent) zu erwarten, dies hängt aber auch damit zusammen, dass die Bevölkerung dieses Landkreises bereits heute relativ „alt“ ist. Mit 13,2 Prozent lag der Anteil der 55- bis 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2002 deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 12,0 Prozent.

 

Situation am Arbeitsmarkt

Im September 2005 weist der Agenturbezirk Weilheim mit 5,3 Prozent nach Freising (3,7 Prozent) eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten Bayerns auf. Im Jahresdurchschnitt 2004 lagen die Arbeitslosenquoten aller drei Kreise unter dem bayerischen Durchschnitt von 7,9 Prozent – mit leichten Unterschieden zwischen Weilheim-Schongau (5,4 Prozent), Landsberg (6,1 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (6,5 Prozent).

 

Trotz der relativ niedrigen Arbeitslosenquoten zeigt die Analyse der Beschäfti-gungsentwicklung und -struktur die enormen Probleme und Herausforderungen, vor denen die Region steht.

 

Während in den Landkreisen Landsberg (+12 Prozent) und Weilheim-Schongau (+7 Prozent) zwischen 1994 und 2004 eine im bayerischen Vergleich überdurchschnittliche Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu beobachten war, ging die Beschäftigtenzahl in Garmisch-Partenkirchen um 12 Prozent zurück. Dies ist vor allem auf die Entwicklung des Produzierenden Ge-werbes zurückzuführen, wo in diesem Zeitraum etwa ein Viertel der Arbeitsplätze verloren gingen.

 

Weitere charakteristische Merkmale des Arbeitsmarkts im Agenturbezirk Weilheim sind: