Schwäbisches Donautal - Die Region
Die Landkreise Dillingen a.d. Donau, Donau-Ries und Günzburg liegen im Norden des bayerischen Regierungsbezirkes Schwaben. Im Landkreis Dillingen a.d. Donau wohnten am 31.12.2004 insgesamt 95.626 Einwohner. Im Landkreis Günzburg lebten Ende des letzten Jahres 122.636 Einwohner und im Landkreis Donau-Ries 131.141 Einwohner.
Demographische Entwicklung
In den drei Landkreisen stieg bisher die Bevölkerungszahl kontinuierlich, bedingt durch einen positiven Wanderungs- und natürlichen Saldo, bis 2004 an. Jedoch begann im neuen Jahrtausend in den Landkreisen Dillingen a.d. Donau und Donau-Ries die Zahl der Gestorbenen, die der Geburten bereits zu übersteigen. Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung geht deshalb für die gesamte Region von einem Bevölkerungsrückgang bis ins Jahr 2020 aus. Die Bevölkerungszahl soll im Landkreis Dillingen a.d. Donau bis dahin um -0,4% schrumpfen, im Landkreis Donau-Ries um -0,6% und im Landkreis Günzburg zu einem Rückgang von -0,5% führen. Aktuell gehören die drei Landkreise zu den jüngsten bayerischen Kreisen bezogen auf ihr Durchschnittsalter. In Zukunft werden sie aber einen besonders starken Alterungsprozess im Vergleich zu anderen Regionen erleben. So wird der Anstieg des Durchschnittalters in Bayern zwischen 2002 und 2020 3,1 Jahre betragen (von 40,4 auf 43,5 Jahre). Der Landkreis Dillingen a.d. Donau wird den stärksten Anstieg des Durchschnittsalters in Bayern erleben (+5,6 Jahre) und der Landkreis Günzburg den dritthöchsten Anstieg (+5,0 Jahre). Einen ebenfalls drastischen Anstieg wird aber auch der Landkreis Donau-Ries erreichen (+4,8 Jahre).
Situation am Arbeitsmarkt
Die Landkreise Dillingen a. d. Donau und Donau-Ries gehören seit Jahren zu den stärksten Arbeitsmärkten in Bayern, mit den geringsten Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote des Landkreises Günzburg liegt hingegen leicht darüber und folgt somit dem schwäbischen Niveau. Die drei Landkreise sind noch besonders stark vom produktionsorientierten sekundären Sektor geprägt, wobei dies für den Landkreis Günzburg am wenigsten und den Landkreis Donau-Ries am stärksten zutrifft. In ihrer Struktur nach Betriebsgrößen unterscheiden sich die drei Landkreise des Schwäbischen Donautals auffallend stark voneinander. Im Landkreis Donau-Ries arbeiten über ein Viertel aller SV Beschäftigten in Großbetrieben mit mehr als 500 Beschäftigten. Im Landkreis Günzburg sind dies nur 17,0% und im Landkreis Dillingen a.d. Donau gar nur 14,6%. Der Landkreis Günzburg ist am stärksten mittelständisch geprägt. Dort arbeiten 42,1% der SV Beschäftigten in mittelständischen Betrieben (50 bis 499 Beschäftigte). Die Kleinbetriebe beherrschen die Struktur des Landkreises Dillingen a.d. Donau. Fast die Hälfte aller SV Beschäftigten arbeiten hier gegenwärtig in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten.